Gemeinsam aktiv für einen sicheren Schulweg - 19. November 2011
Thema und Ziel der Tagung
Wie können gefährliche Strassenquerungen für Kinder sicherer gemacht werden? Welche Möglichkeiten haben Betroffene, an wen können sie sich wenden, und welche Behörden sind zuständig? Fragen dieser Art sollen an unserer Tagung diskutiert werden.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Menschen, die sich für die Sicherheit der Kinder im Verkehr und auf dem Schulweg engagieren möchten. Ziel der Tagung ist, zum Handeln zu ermutigen und das dafür nötige Sach- und Handlungswissen zu vermitteln.
Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die TeilnehmerInnen eigene Fragen und Probleme zur Diskussion stellen!
Anmeldung
Anmeldung: bis 11. November auf info(at)vcs-ag.ch
Teilnahmekosten: Fr. 120.– inkl. Getränke und Stehlunch.
Achtung! Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt. Anmeldungen werden nach Eingangsdatum berücksichtigt.
Detailliertes Programm
Datum: Samstag, 19. November 2011, Ort: Naturama Aarau, Mühlbergsaal (Karte), Zeit: 9.30 bis ca. 15.30
9.30: Eintreffen, Kaffee und Gipfeli
9.45: Begrüssung durch Köbi Knüsel, Präsident VCS Aargau
10.00: Marco Hüttenmoser: "Kinder auf dem Weg: Mehr Sicherheit und mehr Bewegungsfreiheit"
10.45: Diskussion, Fragen
11.00: Kurze Pause
11.15: Daniel Grob: "Wirksame Massnahen zur Verkehrssicherheit und wie man sie umsetzt - eine praktische Anleitung"
12.00: Fragen, Diskussion
12.30: Mittagessen
13.45: Stevan Skeledzic: "Zuständigkeiten bei verkehrsbeeinflussenden Massnahmen (Fussgängerstreifen, Mittelinseln, Signalisationen etc. im Kanton Aargau"
14.30: Fragen, Diskussion
15.30: Schlusswort Köbi Knüsel, Präsident VCS Aargau
Referenten
Marco Hüttenmoser
Marco Hüttenmoser, Erziehungswissenschaftler, beschäftigt sich seit 30 Jahren mit dem Thema Kind und Verkehr. Er gründete 1980 die Forschungs- und Dokumentationsstelle Kind und Umwelt (KUM) in Muri AG. Neben verschiedenen grösseren Nationalfondsprojekten erarbeitete er verschiedene Broschüren zum Thema Kind und Verkehr und zur Schulwegthematik. 2005 gründete er das Netzwerk Kind und Verkehr, in dem sich zahlreiche Eltern-n und Kinderlobbyorganisationen zusammengeschlossen haben. Seit einigen Jahren ist er Mitglied des Expertenrates für Verkehrssicherheit beim Fonds für Verkehrssicherheit.
Zum Referat: Das Thema Schulweg wurde bis anhin und wird auch heute noch weitgehend fast ausschliesslich aus der Perspektive der Sicherheit betrachtet. Man redet zwar oft vom „Schulwegerlebnis“, wenn es aber darauf ankommt, scheut man sich nicht, Massnahmen zu ergreifen, die die Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit stark einschränken und so den Schulweg seiner Erlebnisqualitäten weitgehend berauben. Im Vortrag soll aufgezeigt werden, dass es nur darum gehen kann und darf gleichzeitig mit Massnahmen zur grösseren Sicherheit auf dem Schulweg auch die Bewegungsfreiheit der Kinder und die Erlebnisqualität des Schulweges zu verbessern.
Daniel Grob
Daniel Grob, Bauingenieur und Raumplaner, arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Bereich Verkehrssicherheit/ Langsamverkehr. Als Fachexperte wirkte er mit an den Grundlagen zu Strassenraumgestaltung, Zone-30, Begegnungszone und an der VSS-Normengruppe Fussverkehr. Seit mehr als 12 Jahren führt er ein Verkehrsplanungsbüro im Oberaargau, das vor allem Verkehrssicherheits- und Fussverkehrsprojekte bearbeitet.
Zum Referat: Die beste Verkehrssicherheitsmassnahme ist jene, welche
- die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt: Die Massnahme dient dem Kind und nicht das Kind der Massnahme!
- das Erscheinungsbild des Strassenraumes berücksichtigt.
- den Charakter der Strasse und das erwartete Verkehrsverhalten deutlich macht.
Die meisten Strassen innerorts sind siedlungsorientierte Strassen. Auf solchen Strassen stehen nicht verkehrstechnische sondern gestalterische Massnahmen mit dem Ziel von niedrigen Geschwindigkeiten im Vordergrund. Die Sicherheit ist flächendeckend und nicht nur punktuell zu verbessern.
Die Umsetzung von Massnahmen erfolgt in einem Prozess. Nur wenn die richtigen Akteure im richtigen Zeitpunkt aktive werden und zusammenarbeiten, kommen korrekte Lösungen zustande. Dabei müssen die Bedürfnisse des Fussverkehrs und vor allem der Kinder, gleichberechtigt in die Entscheidfindung miteinbezogen werden.
Das Referat zeigt auf, was siedlungsorientierte und was verkehrsorientierte Strassen sind, welche Massnahmen an welchen Strassen Sinn machen, wie die Umsetzung verläuft und wer zu welchem Zeitpunkt was beitragen sollte. Dies immer im Hinblick auf grösstmögliche Sicherheit und Bewegungsfreiheit für Kinder.
Stevan Skeledzic
Stevan Skeledzic ist Leiter der Fachstelle Verkehrssicherheit beim Kanton Aargau
Zum Referat: Betroffene, die sich für die Verkehrsicherheit engagieren wollen, haben meistens Mühe, sich im Ämterdjungel zurechtzufinden. Stefan Skeledzic erläutert, welche Behörden für Anliegen der Verkehrssicherheit und für Bewilligungen zuständig zuständig sind. Dies kann je nach Problemstellung unterschiedlich sein.

